Mein zweiter Tag mit dem Joomla! Entwicklerhandbuch

2009-08-26 12:30 (Kommentare: 0)

Zu Teil II: Erste Schritte in der Entwicklung für Joomla!

Wer sich schon einmal tiefer mit dem Aufbau einer Komponente, eines Templates oder eines Modules für Joomla! 1.5.x beschäftigt hat, dem wird dieser Teil bzw. einzelne Kapitel eher schwer fallen, denn es sollte nicht einfach überblättert werden. Alex Kempkens beschreibt in diesem Teil nämlich nicht nur intensiver wie denn z.B. Komponenten strukturiert sind, sondern führt gleichzeitig auch noch etwas ein, was ich hier mal als Good Development Practice (GDP, Gute Entwicklungspraxis) bezeichnen möchte. Auch wenn es manchem schwer fällt sollte die GDL zur Pflicht und nicht zur Kür bei der Entwicklung für Joomla! Erweiterungen werden.

Zu Kapitel 5: Kennenlernen und Anpassen von Erweiterungen

In diesem Kapitel wird detailliert beschrieben wie sich eine bestehende Joomla!-Komponente anpassen lässt. Hierbei bekommt man nebenbei auch noch einen Überblick über die Strukturierung und Aufbau von Komponenten, die Bedeutung einzelner Dateien respektive Klassen im Gesamtkontext des MVC-Models und es wird auf mögliche Fallstricke hingewiesen. Wo manche erfahrene Joomlaianer murren werden (Kennen wir schon alles! Und das soll ein Buch für Profis sein?), kann ich mich sehr gut mit diesem Kapitel anfreunden. Da ich mich seit ca. einem Jahr aufgabenbedingt (berufsbedingt halte ich als Bezeichnung für einen HiWi-Job an der Uni für übertrieben) mit der Administration von bzw. der Entwicklung für TYPOlight beschäftige, finde ich die Vorstellung in diesem Kapitel eher erfrischend, da es gerade für Umsteiger oder Neueinsteiger doch nicht so leicht ist, sich in das Joomla!-Framework hineinzudenken.

Zu Kapitel 6: Grundlagen von Templates

Der Aufbau und die Anpassung von Joomla!-Templates wird am Beispiel von Beez beschrieben. Neben den Joomla!-Grundlagen werden auch hier z.B. Design und GDP Grundlagen angesprochen. Hier gilt, was ich auch schon zum Kapitel 5 geschrieben habe: den meisten Joomlaianern wird die Joomla!-Theorie wohl zumindest schon grob vertraut sein. Ein Durcharbeiten dieses Kapitels schadet aber trotzdem nicht und erweitert im Besten Fall das Detailwissen.

Zu Kapitel 7: Eigene Entwicklungen

Hier wird noch einmal die Situation von Komponenten aus der Sicht von Neuentwicklungen angegangen. Bridge oder komplett integriert? Anpassen oder neu entwickeln? sind zentrale Fragen. Ebenso wird hier die Rolle von Modulen und Plugins aufgegriffen und vertieft.

Kapitel 8: Weitere Informationen zu den Technikgrundlagen

… meint hier Detailinformationen zu der Einrichtung von PHP und MySQL, Optimierung von Joomla!-Servern sowie dem Abgleich zwischen Entwicklungsumgebung und Produktivinstallation. Auch wenn diese Themen im Umfang dieses Buches nicht so ausgiebig behandelt werden können, gehören zumindest die angesprochenen Zusammenhänge zum Allgemeinwissen eines gewissenhaften Entwicklers.

Mein Fazit zum zweiten Teil

Nach ungefähr zwei Fünftel habe ich noch nichts gelesen was mich sozusagen vom Hocker reist, wobei ich mich davor auch schon etwas intensiver mit den behandelten Themen beschäftigt hatte. Dafür waren es für mich sehr viel verständlich erklärte Zusammenhänge und Strukturen, die mir manchen Zusammenhang verdeutlicht haben und jedem (semi-)Profi ermöglichen das Joomla!-Framework im Ganzen zu verstehen. Ein Teil, der sich also durchaus zu lesen lohnt und auf keinen Fall einfach ignoriert werden sollte, da er gewissermaßen Voraussetzung für den folgenden Teil ist.

Ich bin mal sehr gespannt auf den umfangreichen dritten Teil, wo es für mich dann vermutlich richtig zur Sache gehen wird.

Zum Dritten Teil...

Zurück

Einen Kommentar schreiben


Mein aktuelles Projekt: ein Gemeinschaftsblog auf www.aduoscriptum.de.