NOFOLLOW - Was soll das?
2007-06-13 20:23 (Kommentare: 1)
Du bist vielleicht über meine Signatur in einem Forum gestolpert und hast auf den Link zu meiner HP gedrückt? Das Ergebnis: du bist hier gelandet. Also warum nofollow, das hat doch geklappt? Oder will ich, dass mich hier niemand besuchen kommt, oder: Was soll denn das eigentlich?
Also erstmal zur allgemeinen Info:
Nofollow ist ein Attribut, das speziell für Suchmaschinen-Robots wichtig ist. Suchmaschinen wie google, yahoo, msn... setzen Programme ein, die automatisch den Inhalt der Webseiten aufnehmen und in wichtigen Stichworten bzw. teilweise komplett in Datenbanken abspeichern. Zur Navigation verwenden diese Programme Hyperlinks.
Wenn man diesen Programmen sagen will, dass sie eine Seite nicht aufnehmen sollen, dann kann man mit Hilfe von Meta-Angaben diesen mitteilen, dass sie hier nicht weiter suchen und auch den Links auf dieser Seite nicht weiter folgen sollen:
Das gilt in diesem Fall für die ganze Seite. Was wenn man aber will, dass z.B. nur die Links, die auf andere Seiten führen nicht aufgenommen werden?
Seit 2005 unterstützen einige Suchmaschienen das Attribut nofollow auch für einzelne Hyperlinks:
Aber warum sollte das jemand nicht wollen?
Die Suchmaschienen bewerten Webseiten vor allem danach, wie oft von anderen Seiten auf sie verlinkt wird. Dadurch kommt es zu so genannten Linkspamming. Man kann sich ja einfach in vielen Gästebüchern, Kommentaren, Forenbeiträgen... mit der URL zu seiner Webseite eintragen und bekommt auf diese Weise viele Links auf seine Webeite. Da dies natürlich in Spam endet, ist dies ist eines der "Pro"-Argumente für nofollow. Da dies aber auf keinen Fall nur positive Aspekte hat, gibt es auch Initiative gegen nofollow. Auf www.no-nofollow.net ist die Thematik um einiges besser erklärt, als ich es hier könnte.
Wer setzt nofollow ein?
Zum Beispiel auf Wikipedia wird nofollow auf Links zu externen Seiten eingesetzt, was für ein offenes Redaktionssystem ohne für jeden Beitrag geregelte Moderation wohl auch sinnvoll ist. Beliebt ist nofollow auch in Foren, da so ungewünschte Links einfach per nofollow eines Teils ihres Zwecks genommen wird, nämlich, dass dieser Link der globalen Vernetzung von Inhalten hilft.
Zum Streitfall wird nofollow, wenn es selektiv eingesetzt wird. Man könnte zum Beispiel in einem großen Forum nofollow gegen Gebühr für bestimmte Internetadressen entfernen und alle anderen sperren (fiktives Beispiel!). Denn es bestimmt alleine der Administrator der Homepage oder des Forums, welche Links mit dem Attribut belegt werden und welche frei sind.
Wie komme ich auf dazu über nofollow zu schreiben?
Ein mir nur zu bekanntes Beispiel ist die geführte Kontroverse im Joomlaportal bei der es um die Verteilung von nofollow-Attributen auf alle externe Links bis auf die von Moderatoren und Administratoren geht.
Auf Wunsch von Jan haben sich die Mitarbeiter von joomla-dowwnloads.de dann später aus dieser Diskussion herausgehalten.
Inzwischen ist der Thread geschlossen worden, ich halte es aber nach wie vor richtig auf diese Situation hinzuweisen, denn wer nicht explizit in den Quelltext sieht, oder bestimmte Tricks verwendet, für den sehen diese Links aus, wie jeder andere Link auch. Und man ist so lange blind, bis jemand Licht in der Blackbox anmacht.
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Kommentar von Christian | 2007-07-24
daher bleibt zu vermuten, dass dort der content-daumen draufgehalten wird. sites mit ähnlichem content landen so nicht in den ersten suchergebnissen, beste voraussetzungen für die google ads geldmaschine.
ist schon klar, wer von den einnahmen der ads leben kann, lässt sich das nicht vermiesen. da darf sich niemand wundern, wenn die leute, die was auf dem kasten haben, abwandern. zu recht, wie ich finde.
