Bilder vom Panoramaweg Schafberg bei Efringen-Kirchen
2011-07-03 21:00 (Kommentare: 0)
Schon seit Monaten beobachte ich die Vorbereitungsmaßnahmen für den Panoramaweg Schafberg. Die offizielle Eröffnung des Panoramaweges am 02. Juli 2011 lud mich dann dazu ein diesen am darauf folgenden Sonntagmorgen einmal genauer zu erkunden. Auch wenn schon zu erahnen war, welche Änderungen vorgenommen wurden, gab es doch die eine oder andere Überraschung.
Im Vorfeld wurde von der Gemeindeverwaltung im Gemeindeblatt eine Mitteilung an die Besitzer der anliegenden Grundstücke veröffentlicht. Durch etwas Grundstückspflege sollten diese dafür sorgen, dass die erwarteten Gäste keinen schlechten Eindruck von der Gemeinde behielten.
Tatsächlich lief an diesem Wochenende Wasser in den an den Panoramaweg anliegenden, von der Gemeindeverwaltung seit Jahren aus finanziellen Gründen stillgelegten Dorfbrunnen. Auch sind die Trockenmauern im Rebberg bei Efringen-Kirchen in einem bedenklichen Zustand. Eine war sogar seit etwa Januar teils eingestürzt. Auf Anfragen erklärte sich die Gemeindeverwaltung als nicht zuständig, in der Woche vor der Eröffnung wurde jedoch zumindest der eingestürzte Teil wieder hergerichtet.
Es bleibt das ewige Problem der teilweise nicht ausgeführten Maßnahmen zur Reinigung der Regenablaufrinnen im Rebberg durch die anliegenden Grundstücksbesitzer. Das Unterlassen dieser Maßnahmen sorgt für einen Dauersumpf auf den Wegen, die dadurch zerstört und gegebenenfalls das darunter liegende Nachbargrundstück beschädigt wird. Zumindest auf dem Panoramaweg Schafberg bekommt man davon nichts mit. Die Wege waren alle gepflegt und die Ränder frisch gemäht.
Der Panoramaweg selbst ist mit seinen 3,6 Kilometer und den vielen bunten Informationsschildern nicht auf einen kurzen Nachmittagsspaziergang ausgelegt. Im Eilschritt ist der Weg in anderthalb Stunden zu schaffen. Interessiert man sich aber auch für die Informationstafeln, sollte man mindestens zwei, eher drei Stunden einplanen. Die Wege sind zu 80 Prozent befestigt, jedoch empfiehlt sich stabiles Schuhwerk für die zumeist mit Isteiner (geschredderten Kalksteinen) ausgelegten Wegen. Ist man ortskundig, so lässt sich auch eine große Ecke in der Schleife abkürzen.
Besonders positiv aufgefallen sind mir die Neugestaltung des früheren Hexehüsles zu einem Grillplatz, der neue Aussichtspunkt und die Miteinbeziehung von schon bestehenden Attraktionen wie der Aussichtsplattform beim Kalkwerk Istein oder den Holzfässern mit Gedichten von örtlichen Dichtern wie Hermann Burte. Nicht direkt auf dem Panoramaweg, aber durchaus einen Abstecher wert sind die Plattformen der beiden Wassersilos (siehe Panoramabild am Ende des Berichtes).
Der Panoramaweg Schafberg ist ein guter Ersatz zu dem vorherigen Weinlehrpfad und bietet mit seiner aktuellen sowie attraktiven Gestaltung einen Gelegenheit zu einem ausführlichen Spaziergang für Touristen und andere ortskundig Interessierte. Alle Bilder und noch mehr findet man in meiner Bildergalerie.
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